Postillon erika Mustermann

Die Karriere von Erika I endete 1997 – auch in der Hippie-Kommune im Norden Augsburgs. Ein Gewerbegebiet hatte sich immer näher an die von Pappeln flankierte Holzhütte herangeschoben, die auf den Namen Erika Mustermann registriert war. 1998 verschwand das Häuschen schließlich, verdrängt von der Filiale eines Elektronikkonzerns. Doch wieder erwies sich die Bürokratie des Telefonanbieters als hartnäckig: Als Redakteure der “Süddeutschen Zeitung” vor einigen Jahren Erika Mustermann im Telefonbuch suchten, stießen sie auf die Telefonnummer in Augsburg – und wurden fündig. Pia Palazzi meldete sich, eine der Gründerinnen der Kommune. Ihre Zweitidentität ist die einstige Aussteigerin nie wieder losgeworden: Erika Mustermann steht bis heute im Augsburger Telefonbuch. Wohnsitz, Wäscherei: Auf dem Muster der neuesten Personalausweise ist seit dem 1. November 2010 das vierte Gesicht einer Erika Mustermann zu sehen. Die abgebildete Frau ist seit November 2005 die bekannteste Vertreterin der Familie Mustermann. Die angeblich 1,60 Meter große Frau mit grünen Augen wohnt demnach in der Heidestraße 17 in Köln. Journalisten haben das jedoch widerlegt: Hinter der tatsächlich existierenden Anschrift verbirgt sich eine Textilreinigung. Während Max Mustermann auf behördlichen Mustern nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist er bei Herausgebern von Kunden-, Kredit- und Debitkarten sehr nachgefragt.

Er ist virtueller Eigentümer vieler Dutzend Karten, die seinen Namen tragen. Mustermann ist ein häufig verwendeter Familienname fiktiver Personen in Deutschland. Erika Mustermann und Max Mustermann stehen als Platzhalternamen für eine beliebige (reale) Frau und einen beliebigen (realen) Mann. Sie werden seit 1978 in Mustern, Vorlagen und Ausfüllhilfen, Formularen, Hinweisen und Datenbanken verwendet. Die Namen werden als imaginäre Personen – daneben zunehmend als Bezeichnung auch für den deutschen Durchschnittsbürger – verwendet, wobei sie in der Marktforschung teilweise Otto Normalverbraucher und Markus Möglich verdrängen. Früher ähnlich verwendete Namen für fiktive Personen sind Hans und Grete (Kurzformen von Johannes und Margarethe als die früher häufigsten Taufnamen)[1] und Lieschen Müller. Auf dem am 9. Dezember 2015 vorgestellten Flüchtlingsausweis bzw.

Ankunftsnachweis weist Erika Mustermann, geb. Gabler, nun auch ihre Registrierung als Flüchtling aus Damaskus (Syrien) nach. [17] Bei der Wahl des hessischen Ministerpräsidenten am 18. Januar 2014 gab die Landtagsverwaltung im ersten Wahlgang irrtümlich drei Stimmkarten in Umlauf, die statt des Kandidaten Volker Bouffier den Namen Max Mustermann trugen. [26] Eine dieser Karten wurde gelocht und in die Wahlurne eingeworfen, sodass das Wahlergebnis lautete: 61 Stimmen für Bouffier, eine Stimme für Mustermann. [27] Der Wahlgang wurde daraufhin wiederholt. Im zweiten Durchgang erhielt Bouffier 62 Stimmen. [26] Das statistische Bundesamt hat dazu vermeldet, dass sich durch Erikas neuen Lebenswandel bis 2019 die Durchschnittszahl von 1,56 Kindern pro Haushalt rasant auf 7,4 Kinder erhöhen könnte. Internationale Karriere: Inzwischen ist der Mustermann-Clan auf der ganzen Welt verstreut. Eine Hamburger Firma stellte 1999 Ausweise mit eingespeichertem Fingerabdruck für das südostasiatische Sultanat Brunei her.

Das Beispiel-Exemplar gehört einer gewissen Jasmin Janine Salmah Mustermann.